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Montag, 1. Dezember 2025

Ein Autor, ein Künstler und ein Spiel

Schiffskater Pixies Reise in die Südsee

Nein, ich finde es überhaupt nicht ungewöhnlich, dass sich ein Buchautor auch mit dem Entwickeln von Spielen beschäftigt. Erst recht nicht dann, wenn ihm sein Freund und Kooperationspartner, der Schiffskatzenmaler Jonny Petry, neben den Illustrationen für die gemeinsamen Bücher überraschenderweise mal so nebenbei ein wunderschönes gemaltes Spielfeld präsentiert. Nein, da kann ich einfach nicht anders, zumal die Abbildungen auf dem Feld dem zweiten Band unserer gemeinsamen Buchreihe „Schiffskater Pixie, mit James Cook um die Welt“ entlehnt sind. Weiter in meinem Autorenblog

Mittwoch, 20. Dezember 2023

Ach, wie gut, dass niemand weiß …

Sprichwörtliche Redensarten aus dem Märchenreich

Viele Redensarten und geflügelte Worte, die heute gebräuchlich sind, stammen aus Märchen vergangener Zeiten. Der studierte Historiker und Germanist Dr. Rolf-Bernhard Essig hat sich auf ihre Spur begeben und vor allem die Märchen des 17. Bis 19. Jahrhunderts und ihre „Erfinder“ zum Ausgangspunkt seiner Forschungen gewählt. Dabei vermittelt der Autor auch Grundsätzliches zur literarischen Evolution dessen, was wir in unserem Sprachraum heute unter Märchen verstehen.

Freitag, 14. Oktober 2022

In 80 Büchern um die Welt

Abenteuerliche Reisen von Marco Polo, Anna Seghers . . . u.v.a.

Mehr als 50 AutorInnen konnten für die 2022 erschienenen englischen Originalausgabe Literary Journeys. Mapping Fictional Travels Across the World of Literature gewonnen werden, die hier als deutsche Übersetzung unter dem Titel In 80 Büchern um die Welt vorliegt. Unter den tatsächlich 78 vorgestellten Büchern finden sich neben allgemein bekannten wie die Odyssee, die Reisen von Marco Polo, das Herz der Finsternis oder Schiffbruch mit Tiger auch Titel, die die LeserInnen nicht sofort in die Kategorie Reiseliteratur einordnen würden. Und immer wieder werden auch Bücher vorgestellt, die weniger vielseitige Leseratten kaum auf dem Schirm haben dürften.

Donnerstag, 24. Februar 2022

Ifni

Spaniens letztes koloniale Abenteuer

„Es gibt keine Gefangenen“ kabelte im Januar 1934 der spanische Journalist Manuel Chaves Nogales aus Tanger an seine Redaktion der Madrider Tageszeitung AHORA. Damit entlarvte er das von reaktionären Kräften in Spanien geschürte Gerücht über 300 bei den ehemaligen maurischen Aufständischen seit Jahren gefangen gehaltenen spanischen Soldaten als reine Propaganda. Bei der Lektüre des Buches erfährt nicht nur der nichtspanische Leser vieles über den in Vergessenheit geratenen Journalisten und die spanische (Kolonial-) Geschichte zwischen den Weltkriegen. Lesen Sie weiter auf GeschiMag

Dienstag, 8. Juni 2021

Feuerland

Ungastlich, wild und unerbittlich präsentiert sich das naturgewaltige Ende der Welt in Francisco Coloanes Erzählungen im Buch Feuerland des Unionsverlages. Mit seinen neun Abenteuergeschichten zieht der chilenische Schriftsteller seine Leser tief hinein in die Landschaft Patagoniens und die Schicksale der Menschen, die – wie er selbst - dem Leben in der gewaltigen Natur in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verfallen sind.

Montag, 19. April 2021

Die Erfindung von Alice im Wunderland

Wie alles begann

Mit Charles Lutwidge Dodgsons alias Lewis Carrolls Alice-Bücher (Alice im Wunderland und Hinter den Spiegeln) haben sich zahlreiche Kritiker und Wissenschaftler auseinandergesetzt. Deren Meinungen gehen zum Teil weit auseinander. Halten die einen die Nonsens-Geschichten des vielschichtigen viktorianischen Mathematikers für oberflächlich, entdecken andere eine Fülle von politischen und gesellschaftlichen Anspielungen oder psychologische Tiefen. Wunderland, so der Biograph und Kinderbuchautor Humphrey Carpenter, habe die Kinderliteratur revolutioniert. Der Professor für Englische Literatur und Kinderliteratur, Peter Hunt, hat nun in seinem Buch „Die Erfindung von Alice im Wunderland“ die Persönlichkeit, das Leben und die Welt des exzentrischen Schriftstellers mit dessen wohl bekanntesten und wohl nie ganz zu verstehenden Werk in Zusammenhang gebracht und eine weitere Bewertung hinzugefügt.

Dienstag, 16. März 2021

Die Erfindung von Mittelerde

Was Tolkien zu Mordor, Bruchtal und Hobbingen inspirierte

Eigentlich scheint zu diesem Thema schon so ziemlich alles geschrieben. Wikipedia widmet Tolkien und seinem Werk gleich mehrere umfangreiche Beiträge und zahlreiche vor allem englischsprachige Bücher befassen sich mit der Frage (oder mit einzelnen Werken), welche Quellen den Geschichten J.R.R. Tolkiens wohl zugrunde liegen und woher der Autor seine Inspirationen zu Orten und Landschaften nahm. John Garth, ein ausgewiesener Tolkienexperte fasst nun mit Die Erfindung von Mittelerde die nach seinen Recherchen überzeugendsten Behauptungen anderer zusammen und entwickelt zudem seine eigenen Theorien auf der Basis seiner „eigenen ausgedehnten Forschung“.

Dienstag, 12. Januar 2021

Buch-Geschichten in Raum und Zeit

aus der Dombibliothek Hildesheim

Dass in Büchern Geschichten erzählt werden, versteht sich von selbst. Dass Bücher eine eigene, recht einzigartige Geschichte haben können, erscheint angesichts der heutigen publizistischen Massenproduktion schon eher ein Glücksfall. Wie sehr in der vorindustriellen Literaturvergangenheit Bücher oft mit Geschichten und Geschichte, mit Persönlichkeiten und Schicksalen verwoben waren, davon berichtet Monika Suchan in ihren Buch „Buch-Geschichten in Raum und Zeit.

Mittwoch, 23. Dezember 2020

Wie entsteht Wortkonfekt?

Gute Texte sind wie Pralinen

Wer das Magazin der Herausgeberin des Büchleins „CarpeGusta®“ kennt, weiß um ihre Affinität zu Kulinarischem. Von Hause aus ist die Germanistin Dr. Maria Zaffarana allerdings Journalistin und Lektorin und eben eine leidenschaftliche Literatin. Und so ist es natürlich kein Zufall, dass Dr. Zaffarana die beiden Genussfelder publizistisch zusammenfasst und gemeinsam mit dreizehn anderen AutorInnen über Entstehung und Grundlagen von Wortkonfekt sinniert.

Mittwoch, 8. April 2020

Der literarische Oster-Advent

wenn Autoren zusammenarbeiten

Es begann im Jahr 2017, als die Autorin Katja Zusset (1986 - 2018)  mit ihrer Idee #miteinanderstattgegeneinander den Autoren- Adventskalender ins Leben rief. 2018 übernahm Rega Kerner, die vielseitige schreibende Seefrau das Vermächtnis Katja Zussets. Inzwischen schreiben wir das Jahr 2020 und aktuell begehen die Autoren, die die einzelnen Tage im Vorfeld festlicher Ereignisse mit ihren Geschichten füllen den Osteradvent. Denn das Kooperationsprojekt der Schreibenden Zunft zugunsten der Leser, ist bereits über Weihnachten hinausgewachsen.
Das Konzept ist so einfach wie genial.



Und es ist nachhaltig. Sowohl für die Autoren, die sich und ihre Werke hier präsentieren können, als auch für die Leser, die hier nicht nur vor oder zu den Feiertagen nicht alltäglichen Lesestoff finden, sondern jederzeit in allen Kalenderbeiträgen aller Jahre stöbern können. Denn einmal in die Leserwelt entlassen, sind die Geschichten frei, werden nicht wieder hinter ihren Türchen eingesperrt.

Und wer immer auf dem Laufenden bleiben und sich über das Gelesene austauschen möchte, die Facebook-Gruppe Autoren Adventskalender machts möglich.

Mittwoch, 19. April 2017

Herman Melville

Eine Biographie

Mit seinem Roman Moby Dick hat sich Herman Melville unsterblich gemacht. Seine anderen Werke wie Redburn, Typee oder Billy Budd sind bei uns deutlich weniger bekannt. Und abgesehen davon, dass Melville selbst auf einem Walfänger gefahren ist, wissen die meisten Leser nur wenig über das Leben und die komplexe Persönlichkeit des zu seinen Lebzeiten recht erfolglosen amerikanischen Schriftstellers. In seiner Biographie erzählt der Amerikanist Arno Heller Melvilles Geschichte und entführt den Leser in die Welt eines zu seiner Zeit weitgehend verkannten literarischen Genies.

Mittwoch, 14. September 2016

Ich erinnere noch den Butt

In seinem Buch der Butt schrieb Günter Grass gleich am Anfang einen denkwürdigen Satz. Einen Satz nach dessen Lektüre die Welt nicht mehr so war wie sie einmal war. Der Satz beinhaltete eine Formulierung, die nach Intellekt roch, nach Hochliteratur, nach Hochkultur. Günter Grass schrieb: "Gegen Ende der Jungsteinzeit erinnere ich unseren ersten Streit:"

Welch eine Formulierung. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die deutschsprachige Welt sich erinnert. Millionen von Schülern mussten bei Strafe der Nichtversetzung mit all ihren fatalen Folgen für das spätere Leben bis hin zur Altersarmut lernen:

Mittwoch, 9. März 2016

Sophisticats, Lesende Katzen

Katzen und Literatur, das war schon immer ein recht inniges Verhältnis. Da sind zum einen die unzähligen Katzen, die als Protagonisten Eingang in die Werke mehr oder minder begabter und berühmter Autoren gefunden haben. Zum anderen sind da die Katzen, die sich als unermüdliche Leser zu den Büchern hingezogen fühlen. Letzteren ist das Geschenkbüchlein Sophisticats, lesende Katzen gewidmet. Weiter auf Katzen-Kultur

Dienstag, 8. März 2016

Die Identität Israels

IsraelZugegeben, einige der Texte, die in Band 56 von Herders biblischen Studien als Zusammenfassung der Vortragsreihe zur Identität des alttestamentlischen Israel abgedruckt sind, können nur Literaturwissenschaftler lieben. Denn die Autoren des Buches sind nicht nur ausgewiesene  Fachleute, die Vorträge und damit das Buch richten sich auch in erster Linie an solche.

Und trotzdem darf das Buch „Die Identität Israels“ durchaus auch kompetenten und interessierten Laien empfohlen werden, denen die Grundlagen der Exegese, der Methodik von Literaturkritik und Textanalyse ebenso wenig fremd sind, wie Aufbau, Struktur und Entstehungsgeschichte der Texte des alten Testamentes. Und mit einem entsprechenden Vorwissen der Geschichte des vorderen Orient, erschließt sich dem geneigten Leser nach Überwindung des ersten, explizit und für den Laien fast erbarmungslos wissenschaftlich- textanalytisch aufbereiteten Kapitels mit dem Titel „Konflikt und Konfliktlösung“ sehr bald der inhaltliche Reiz des gewählten Themas.Weiter auf GeschiMag

Sonntag, 6. März 2016

Das Geisterschiff

oder der Fliegende Holländer von Frederick Marryat

Viele kennen den Fliegenden Holländer aus der Geschichte des Gespensterschiffes von Wilhelm Hauff von dem mir wohl das Bild des mit einem Nagel durch den Kopf an den Hauptmast geschlagenen Kapitäns immer in Erinnerung bleiben wird. Vor allem aber ist die Seefahrerlegende durch die pompöse Wagner-Oper unsterblich geworden. Die Geschichte, deren Ursprünge im Dunkeln liegen, wurde seit dem 18. und 19. Jahrhundert vielfach literarisch aufgegriffen. Neben Hauffs und Heinrich Heines Version gehört auch das im deutschen Sprachraum außerordentlich populäre 1839 erschienene Geisterschiff von Frederick Marryat zu Wagners Inspirationsquellen. Weiter auf Marexpedi

Dienstag, 1. März 2016

Der germanische Held in der deutschen Literatur

sechtigDie literarische Rezeption der Arminius- beziehungsweise Siegfriedfigur von den Anfängen bis ins 19. Jahrhundert ist Gegenstand Buches "Arminius versus Siegfried" von Daniela M. Sechtig.

Die Figuren Arminius und Siegfried, beide sehr unterschiedlicher historischer und literarischer Herkunft, bilden die Grundlage der stereotypischen Vorstellung vom germanischen Helden. In ihrer Untersuchung „Die Entwicklung des germansischen Helden in der deutschen Literatur“ zeigt die Literaturwissenschaftlerin Daniela M. Sechtig, wie beide Figuren über die literarische Rezeption im Laufe der Jahrhunderte mit unterschiedlichen Interessen und Zielrichtungen politisch instrumentalisiert worden waren. Dabei bildet der Schwerpunkt von Sechtigs Betrachtungen auf den Werken Grabbes und Hebbels im 19. Jahrhundert. Weiter auf GeschiMag

Montag, 22. Februar 2016

Das geht auf keine Kuhhaut - Redewendungen aus dem Mittelalter

9783806224719-bDass sich der Ursprung heutiger Redewendungen bis ins Mittelalter zurückverfolgen lässt, ist bekannt. Nicht immer aber stimmen die landläufigen Ableitungen. Mit seinem Buch „Das geht auf keine Kuhhaut, Redewendungen aus dem Mittelalter“ untersucht der studierte Germanist und Historiker, Gerhard Wagner alltägliche und nicht mehr ganz so alltägliche Redewendungen auf ihren Ursprung.

Dienstag, 16. Februar 2016

Die wirkliche Mittelerde

Vor dem Hintergrund des „Hobbit“ und des „Herrn der Ringe“ von J.R.R. Tolkien begibt sich Arnulf Krause auf die Spuren der wahren Mittelerde. Dabei führt der Autor des Buches „Die wirkliche Mittelerde“ den Leser zu den mittelalterlichen Wurzeln von Tolkiens Mythologie. Weiter auf GeschiMag

Montag, 15. Februar 2016

Expedition Grimm


Das Begleitbuch zur Landesausstellung

CoverGrimm„Die Grimms“, so erfährt der Leser im ersten Abschnitt des Begleitbuches zur Ausstellung EXPEDITION GRIMM, „zählten zu den modernsten Traditionalisten ihrer Zeit.“ Was diese Aussage tatsächlich bedeutet, erschließt sich in seiner Komplexität erst im Laufe der Lektüre. Denn das Bewahren der Vergangenheit und der radikale Bruch mit wissenschaftlichen Traditionen, ihre Arbeit im Staatsdienst bei gleichzeitig sachbezogener Respektlosigkeit gegenüber Autoritäten, das Eintreten für die Monarchie und eine bürgerliche Verfassung sind die Extreme des Lebens der Brüder Grimm, die sich auch in ihren wissenschaftlichen Werken ausdrücken. Weiter auf GeschiMag