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Montag, 28. September 2020

Neofelis-Verlag – ein Portrait

Ⓒ Neofelis-Verlag
Auf den Neofelis-Verlag bin ich eher zufällig im Rahmen der Vorrecherchen zu meinem nächsten Buch zum anthropogenen Artensterben gestoßen. Der gibt nämlich unter anderem die Tierstudien heraus, eine zweimal jährlich erscheinende Zeitschrift, die sich unter verschiedenen Aspekten und Themenstellungen mit dem hierzulande recht neuen Forschungsgebiet der Human-Animal-Studies befasst. Zunächst war es allerdings der Verlagsname, der mich neugierig gemacht hatte, schließlich gehören die Nebelparder (Neofelis nebulosa) zu den faszinierendsten Katzenarten, mit denen ich mich literarisch beschäftigt habe. Die Lektüre der Ausgabe 17 der Tierstudien (siehe meine Buchvorstellung auf Katzenkultur), die sich mit dem Thema Tiere und Emotionen befasst, ließ mich schließlich einen genaueren Blick auf den Verlag und sein Programm werfen, der sich wohltuend von vielen anderen Wissenschaftsverlagen unterscheidet.

Dienstag, 15. Mai 2018

Zehn Jahre Oceanum Verlag

Ein maritimer Verlag feiert sein Jubiläum

Als der gelernte Schriftsetzer und Industriemeister Tobias Gerken im Jahre 2007 den Zuschlag des Deutschen Schifffahrtsmuseums (DSM) als Hausverlag erhielt, war es zwar für ihn, nicht aber für die Öffentlichkeit eine recht aufregende Angelegenheit. Immerhin musste der Verlag erst einmal gegründet werden, OCEANUM war für die Intention des frisch gebackenen Verlegers, sich ausschließlich auf maritime Literatur zu konzentrieren, ein sehr passender Name.

Freitag, 6. August 2010

Der Berliner Vergangenheitsverlag gewinnt Wettbewerb "Evolving Books" des Berliner Senats

Die Gewinner im Förderwettbewerb „Evolving Books“ der Senatsinitiative „Berlin – Made to Create“ stehen fest. Der Vergangenheitsverlag überzeugte mit einem digitalen Stadtführer zur Geschichte und Gegenwart Berlins in Form einer multimedialen Topografie der Stadt. Kernstück sind Inhalte aus Text, Ton sowie Bild und Video am Fallbeispiel des Schlossplatzes. Die anvisierte bedienerfreundliche Darstellung multimedialer Inhalte zeigt hierbei einen ausbaufähigen Projektcharakter auf. Der Vergangenheitsverlag arbeitet bei dem Projekt mit der HTW Berlin, Fachbereich Angewandte Informatik (Prof. Carsten Busch), der Filmproduktionsfirma Rixfilm, dem Grafik-Designer Stefan Berndt und dem Autor Peter Just zusammen.

Weiterer Gewinner ist der Berlin Verlag mit der Idee einer medialen Überarbeitung von Kinderbüchern mittels Digitalisierung und Erweiterung mit interaktiven Komponenten. Hierbei werden insbesondere eine Mitlesefunktion, Audiobeiträge und vertiefende Sachhinweise in Kombination mit Animationen interaktiver Charaktere und Spielabschnitten aus dem Handlungsrahmen des Buches präsentiert.

Der Vorschlag eines virtuellen Chemiebaukastens vom Cornelsen Verlag beschreibt die Verlinkung des klassischen Lehrbuchs mit einem haptisch erlebbaren Periodensystem mittels der „Augmented Reality Technology“. Eine Idee um den relevanten Lernstoff für die Schüler zukünftig in Medien des 21. Jahrhunderts zu transportieren.

Eine hochrangig besetzte Jury hat aus den Einreichungen die drei Projektvorschläge ausgewählt, für deren Umsetzung pro Projekt max. 25.000 EUR als Zuwendung bewilligt werden. Zudem wird den Gewinnern durch die Vorstellung der Projekte auf der Frankfurter Buchmesse (08.10.2010) sowie im Rahmen des Fachkongresses Homer 3.0 im November 2010 ein Forum geboten. Das gilt auch für den Gewinner des Sonderpreises in Höhe von 5.000 EURO.

Der vierte Förderwettbewerb aus der Berliner Landesinitiative Projekt Zukunft erlebte erneut großen Zuspruch: 19 Projektvorschläge mit zusätzlich insgesamt 20 Partnern zeigten Vorstellungen zur Weiterentwicklung des digitalen Buches auf. Das Teilnehmerfeld setzte sich aus Unternehmen der Verlagswirtschaft, der Software- und Computerspielbranche sowie auch Unternehmen der Audio- und Filmproduktion zusammen, wobei ein Drittel aus der erstgenannten Gruppe der Verlage und somit aus der ureigensten Buchwirtschaft stammte. Der Konzeption des Wettbewerbs entsprechend, gängige E-Books als lediglich digitale Transformation des Gedruckten um neue Dimensionen zu erweitern, reichten die Vorschläge von Interaktion zwischen Buch und Spiel oder Buch und Lernen bis hin zu Hybridprojekte, die das Buch mit multimedialem Content verbinden und dem Leser digitale Zusatzfunktionen im Text offerierten.

Foto und Text: Alexander Schug, Vergangenheitsverlag