Donnerstag, 2. Juli 2026

Pfoten, Federn, Fell:

Sonderausstellung im DSM erzählt von Tieren auf Schiffen


Mit einem Museumsfest, Führungen, Kinderschminken, maritimem Basteln und DÄNs Kindermusikwelt hat das Deutsche Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven am 02.07.2026 die neue Sonderausstellung „Tiere an Bord – Wissen, Ware, Wunder“ eröffnet.

(Aus der Pressemitteilung des DSM) Ab dem 2. Juli begegnen Besucherinnen und Besucher im DSM tierischen Stars der Schifffahrtsgeschichte. Ob als blinde Passagiere, Reisegefährten oder Handelsware – Tiere waren seit jeher Teil des Lebens an Bord. Eingeladen oder ungewollt bildeten sie oft die zweitwichtigste „Crew“ auf See.

„Die Idee zu einer Ausstellung über Tiere begleitet mich schon sehr lange“, erzählt Prof. Dr. Ruth Schilling, Direktorin des DSM und wissenschaftliche Gesamtleiterin der Ausstellung. „Tiere an Bord gab es schon immer. Wir versuchen zu zeigen, dass sie aber auch maßgeblich unsere globale Moderne mitgeprägt haben – als Lebewesen, die Wissen vermittelten, aber mit denen gleichzeitig auch Geld verdient wurde.“ Der Blick richtet sich dabei nicht mehr nur auf einzelne Tierarten, sondern auf die große Vielfalt der Tiere, die nachweislich auf Schiffen unterwegs waren.

Von Pinguinen, Schildkröten; Schwarzen Witwen und anderem Getier  

Ein Team aus acht Forschenden des DSM kuratiert die Ausstellung gemeinsam. Um die Lebensgeschichten berühmter Bordtiere anschaulich zu erzählen, wurden unter anderem Originalfotografien der SCHWABENLAND-Pinguine und des Bordhundes Whiskey von der GORCH FOCK aufgespürt. Zudem konnte eine Riesenschildkröte vom Museum für Naturkunde (Berlin) ausgeliehen werden, wie das DSM eines von acht Forschungsmuseen, die zur Leibniz-Gemeinschaft gehören. Das Institut Senckenberg am Meer / Deutsches Zentrum für Marine Biodiversitätsforschung präparierte eigens für die Ausstellung einen Blauhai, der versehentlich als Beifang an Bord des Forschungsschiffes SONNE gelangte.

Eine Ausstellung im Forschungsverbund

An der Erarbeitung der wissenschaftlichen Inhalte waren mehr als 20 Forschungsinstitutionen, Archive und Sammlungen beteiligt – vom Archiv für deutsche Polarforschung des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) über das Museum für Naturkunde Berlin, den Münchner Tierpark Hellabrunn bis zum Aquazoo Löbbecke Museum Düsseldorf. Auch gestalterisch erwartet die Gäste eine innovative Inszenierung: Die Berliner Agentur Team Mao setzt mit großformatigen, bedruckten Textilvorhängen eindrucksvolle Akzente auf der Ausstellungsfläche. Sie nimmt so Transport und Verpackung der tierischen Passagiere auf.

Bis zum 17. Mai 2027 sind junge und erwachsene Besucherinnen und Besucher eingeladen, die Geschichten berühmter und unbekannter Bordtiere zu entdecken. Ein besonderer Publikumsliebling dürfte der legendäre Kater Unsinkable Sam sein, der angeblich drei Schiffsuntergänge überlebte und bis heute Teil der Popkultur ist. Programm und Führungen unter www.dsm.museum/tiereanbord

In eigener Sache:

Es ist mir eine besondere Freude und Ehre, dass in Zusammenhang mit der Sonderausstellung auch einige meiner Bücher ihren Weg in den Museumsshop gefunden haben. Es sind dies:


 


Freitag, 1. Mai 2026

Anarchie

Der verhängnisvolle Aufstieg der East India Company 1600 – 1874

Seit sie auf ihrer Jungfernfahrt im Jahre 1602 ein portugiesisches Schiff geentert und gekapert hatte, war Gewalt ihr Mittel der Wahl, um ihre Ziele zu erreichen.“ So charakterisiert der Autor William Dalrymple das britische Handelsunternehmen EIC in seinem Buch Anarchie, der verhängnisvolle Aufstieg der East India Company 1600 – 1874. Anarchie ist die Geschichte der britischen Version der europäischen Handelsgesellschaften, die seit Anfang des 17. Jahrhunderts auszogen, um unter dem ideologischen Deckmantel des „Freien Handels“ die Welt auszuplündern. Lesen Sie weiter auf GeschiMag

Montag, 23. März 2026

Guckst Du Oben

Es ist Frühling, die Vögel bereiten sich auf die Brut und Aufzucht des Nachwuchses vor, stecken ihre Reviere ab, werben um Partnerinnen, zwitschern bereits ab Sonnenaufgang vor sich hin, schimpfen mit ihren Nachbarn oder Konkurrenten und pöbeln selbstbewusst auch mal jene Passanten an, die sich ihrem Nest zu sehr nähern. Doch wer genau raubt da der arbeitenden Bevölkerung ihren verdienten Morgenschlaf, heitert mit fröhlichem Gesang die Stimmung so manchen Tierfreundes auf oder verblüfft den erdgebundenen Zweibeiner mit akrobatischen Flugshows und anderem mehr. Mit ihrem Buch Guckst Du oben machen es der Autor Holger Haag und die Illustratorin Ernestine Donnerberg taxonomisch noch einigermaßen unbedarften VogelfreundInnen nicht nur leicht die gefiederten Mitbewohner einzuordnen, sie liefern gewissermaßen ein Starterkit für ein weitergehendes Interesse an der Vogelwelt.

Dienstag, 17. März 2026

Das Kulturstrommagazin

Der Kulturstrom hat nun auch ein Magazin.

In den ersten Ausgaben der epaper-Kulturstrommagazine werden vor allem Bücher, Aufsätze, Leseproben, Interviews und mehr, vom Autor Wolfgang Schwerdt aber auch beispielsweise interessante Pressemiteilungen zu den Themen der jeweiligen Ausgabe von NGOs, Museen oder wissenschaftlichen Einrichtungen publiziert. Und so ist es alles andere als eine Nabelschau oder ein Werbeblatt. Inhalte stehen hier - wie immer bei Schwerdt - an erster Stelle. Blättert einfach mal in den beiden ersten Ausgaben herum und lasst mich auch gerne wissen, wie euch mein neuestes Publikationsprojekt gefällt.



Donnerstag, 12. März 2026

Moorgeflüster

ein lyrischer Bildband

Zugegeben, es war ein Wagnis, mir dieses Buch zur Besprechung zu bestellen. Denn ich habe nur relativ wenig insbesondere mit moderner Lyrik am Hut. Und doch war die Versuchung groß. Denn die Ausschreibung, der ein Teil der publizierten Gedichte zugrunde liegt, hatte auch mich, den Küchentischlyriker gereizt, daran teilzunehmen, was ich aber in der realistischen Einschätzung meiner diesbezüglichen Fähigkeiten dann doch unterlassen habe. Viel wichtiger aber: Ich finde Moore faszinierend, sowohl was ihre literarische Verarbeitung als auch ihre Natur- und Kulturgeschichte betrifft, von ihrer Bedeutung für das Klima ganz zu schweigen.