Mittwoch, 26. April 2017

Mit dem Kombischiff nach Rio und Fernost

Hamburg Süd, HAPAG und NDL 1950-1968
 
Keine zwanzig Jahre dauerte die Zeit der Kombischifffahrt von Hamburg Süd, HAPAG und NDL nach dem 2. Weltkrieg. Bereits 1951, zu einer Zeit, als die deutsche Seeschifffahrt ihren Neustart noch unter erheblichen Schwierigkeiten bewältigen musste, begann die Hamburg Süd mit ihrem ersten Neubau, dem Kombischiff Santa Ursula, nach zwölf Jahren Unterbrechung wieder ihren Südamerikadienst. Im Januar 1954 absolvierte der erste Kombischiff-Neubau des Norddeutschen Lloyd, die Schwabenstein ihre Werftprobefahrt und im April 1954 unternahm der Kombiliner Hamburg der Hapag ihre Jungfernfahrt. Diese und jeweils zwei weitere Schiffe der beiden Reedereien bedienten den gemeinsamen Ostasiendienst. In ihrem Buch  Mit dem Kombischiff nach Rio und Fernost Harald Focke und Frank Scherer die Geschichte der letzten deutschen Kombischiffe. Weiter auf Marexpedi

Dienstag, 25. April 2017

Wie Europa die Welt eroberte

Warum ausgerechnet Westeuropa, fragt sich der amerikanische Wirtschafts- und Geschichtsprofessor Philip T. Hoffman in seinem Buch Wie Europa die Welt eroberte (englischer Originaltitel 2015: Why did Europe Conquer the World) und gibt darauf eine umfangreiche mit Wirtschaftsmathematik garnierte Antwort. Die beinhaltet viel Bekanntes und wird von der renommierten amerikanischen Zeitschrift Foreign Afairs als „Faszinierend“, vom Wall Street Journal als „Brillant“ und vom amerikanischen Nachrichten- und Medienunternehmen Bloomberg als „Wirtschaftsgeschichte auf höchstem Niveau“ gefeiert. Was also ist dran an diesem Buch, in dem Hoffman laut Klappentext seine provokative These fesselnd und faktenreich enthüllt und das aufgrund der oben aufgeführten Bewertungen so große Erwartungen weckt? Weiter auf GeschiMag

Mittwoch, 19. April 2017

Herman Melville

Eine Biographie

Mit seinem Roman Moby Dick hat sich Herman Melville unsterblich gemacht. Seine anderen Werke wie Redburn, Typee oder Billy Budd sind bei uns deutlich weniger bekannt. Und abgesehen davon, dass Melville selbst auf einem Walfänger gefahren ist, wissen die meisten Leser nur wenig über das Leben und die komplexe Persönlichkeit des zu seinen Lebzeiten recht erfolglosen amerikanischen Schriftstellers. In seiner Biographie erzählt der Amerikanist Arno Heller Melvilles Geschichte und entführt den Leser in die Welt eines zu seiner Zeit weitgehend verkannten literarischen Genies.

Mittwoch, 12. April 2017

The Saltwater Frontier

Die Indianer und der Kampf um die amerikanische Küste

Mit dem Begriff Frontier verbinden die Amerikaner den Mythos des vermeintlich heldenhaften Kampfes der europäischen Siedler gegen die Wildnis im Westen, der erst zu Ende war, als die Weißen die Westküste des amerikanischen Kontinents erreicht, und die indigene Bevölkerung durch Massaker, Zerstörung der Lebensgrundlage und Ethnozid dezimiert, deportiert und in Reservate gesperrt hatten. Ausgerechnet dort, wo die Westeroberung mit furchtbaren Massakern an den Nationen der First People ihren Ausgangspunkt nahm, findet sich heute jedoch die dichteteste Konzentration an Indianerreservaten der Ostküste. Der amerikanische Historiker Andrew Lipman erklärt in seinem ersten Buch „The Saltwater Frontier“ warum das erste Jahrhundert der Kolonialisierung so gewalttätig war und weshalb es einigen indigenen Völkern gelungen war, die Schlacht um den Kontinent nicht nur zu überleben, sondern sich sogar über die Jahrhunderte in ihren angestammten Gebieten zu halten. Dazu, so stellt er fest, müsse man den Blick einfach statt nach Westen aufs Land, nach Osten auf die Gewässer der Atlantikküste richten, die erste Frontier, die die europäischen Invasoren zu überwinden hatten. Weiter auf Marexpedi

Sonntag, 9. April 2017

Verlorene Welten

Eine Geschichte der Indianer Nordamerikas

Es ist ein schwieriges aber wichtiges Thema, dem sich der Professor für Neueste Geschichte, Aram Mattioli in seinem Buch Verlorene Welten widmet. Immerhin geht es um nichts weniger, als Imperialismus, Rassismus und Ethnozid als Grundlage der Entstehungsgeschichte der US-amerikanischen Nation und des Selbstverständnisses seiner Bürger. Mit seinem Buch wirft er alle gängigen Klischees sowohl über die indigene als auch die kolonisierende Bevölkerung über den Haufen und zeichnet ein differenziertes, solide recherchiertes Bild über die Hintergründe, Methoden und Auswirkungen der europäischen Landnahme auf dem nordamerikanischen Kontinent. Weiter auf GeschiMag